Projekt „Resozialisierung“

Resozialisierung - was ist das? Toms Herzensprojekt

Viele meiner Kunden haben Hunde, die nicht mit Artgenossen zurecht kommen. Die Besitzer sind besorgt und verängstigt aufgrund der Erfahrungen, die sie gemacht haben. Diese Gefühle übertragen sich auf ihren Hund, der angespannt ist. Dies kann so weit gehen, dass sich die Besitzer mit ihrem Hund in eine soziale Isolation begeben, um dem Stress mit anderen Artgenossen aus dem Weg zu gehen.

Grundsätzlich lehne ich keinen Hund von Beginn an ab. Unabhängig von den Schilderungen der Besitzer erhält bei mir jeder Hund eine Chance, sich in unserem Rudel zu beweisen und zu bewähren. In den meisten Fällen kann ich den Besitzern das Gegenteil beweisen und integriere die Hunde.

Das Hauptaugenmerk liegt dabei nicht auf dem Training. Ich lasse die Hunde zunächst einmal ankommen. Sie sollen lernen, miteinander und untereinander zu kommunizieren, zu spielen, Hund und auch Teil eines Rudels zu sein, sich unter- , über- und einzuordnen. Dinge, die viele Hunde verlernt haben. Ich setze bei Hunden, die zu mir kommen, keine Vorkenntnisse voraus. Sie alle lernen von Beginn an. Vor dem ersten Betreuungsaufenthalt erkläre ich den Besitzern mein einfaches aber effektives Konzept, das auf dem Prinzip basiert, dass der Hund sein natürliches - hündisches - Verhalten neu- oder wiedererlernt. Ich bezeichne diesen Vorgang als "Löschen der Festplatte" und setze beim Umgang mit anderen Hunden und den daraus resultierenden Erfahrungswerten und Prägungen sozusagen bei Null wieder an.

Nach dem Neustart: Die Gruppe

Die ersten Tage in der Gruppe ermöglichen es mir, den Hund kennen zu lernen (gerne bieten wir auch einen Probetag an, so dass wir uns gegenseitig kennen lernen können). In den meisten Fällen verwirft der Hund zügig seine falsch oder nicht erlernten Verhaltensweisen. Nach der ersten Phase in der Gruppe folgt das Trainingsprogramm für den Hund und den Halter. Dabei lege ich besonderen Wert auf die Bindung zwischen dem Hund und seiner Bezugsperson. Ich nutze dabei niemals Hilfsmittel wie Leckerchen, Teletac, Würgehalsbänder, etc.! Meine Überzeugung ist, dass die Bindung zwischen dem Hund und seinem Menschen nicht über Zwang und Kontrolle zu erreichen ist. Vielmehr bedarf es viel Liebe, Geduld und Konsequenz, um ein gegenseitiges Vertrauen aufzubauen und am besten für immer zu erhalten.

Der verträgt sich nicht mit Rüden 

Eine Erfolgsgeschichte von so vielen - wie Ghandi nach 12 langen Jahren endlich einen Platz zur Tagesbetreuung fand. 

Begrenzte Kapazitäten

Um die übrigen Tageshunde und uns nicht zu überfordern, bieten wir nur wenige Plätze für Resozialisierungshunde an. Bei dieser Arbeit sind wir aus Gründen der Sicherheit immer zu Zweit. Wir gefährden unsere Tageshunde nicht und nutzen Hilfsmittel wie Leinen und/oder Maulkörbe. Für die ersten Tage und Zusammentreffen nutzen wir ausschließlich unsere eigenen Hunde. 

Auch für die Hundegruppe ist die Integration eines unsicheren Hundes anstrengend. Die Tagesbetreuung steht für uns immer im Vordergrund.