Therapie & Soziales

Therapiebegleitender Hund Bobby † 28.02.2018

"Meine rechte Hand, der 16-jähriger Opa Bobby, arbeitet regelmäßig als therapiebegleitender Hund für die Kinderklinik der SLK Kliniken Heilbronn. Bobby ist ein schwarzer russischer Terrier. Zusammen mit der Kinderklinik Heilbronn finden regelmäßige Treffen zwischen Bobby und Kindern der Kinderklinik statt. Bobbys Ruhe und Einfühlungsvermögen ermöglichen es vielen Kindern ein wenig aufzutauen, für einen Moment wieder glücklich zu sein und Freude an ihrem Leben zu empfinden.
Bobbys Sensibilität, sein Charakter und seine starke Persönlichkeit tragen dazu bei, dasss die Kinder sich wieder wohl fühlen, mit Bobby spielen können und Freude an anderen Lebewesen finden. Opa Bobby ist wesensstark, nicht aus der Ruhe zu bringen, feinfühlig und sehr sensibel. Aus diesem Grunde arbeitet die Kinderklinik gerne mit Bobby und mir zusammen" Tom über die Arbeit mit Bobby

Zwischenzeitlich arbeitet auch Dina als therapiebegleitender Hund - und eifert ihrem Vorbild Bobby nach. Bobby sehnt sich zwischenzeitlich nach seinem Ruhestand und wir daher regelmäßig von Dina unterstützt. Auch wir finden: Mit 15 hat er sich eine kleine Auszeit mehr als verdient und wir sind umso glücklicher, dass Dina ihm mit ihrem Engagement und ihrer Freude an der Arbeit in nichts nachsteht.

Bobby, Angus und Dina - aber auch die Hundegruppe unterstützen ebenso die Resozialisierung ihrer Hundefreunden, lest mehr zu unserem Herzensprojekt "Resozialisierung".

„Seelenhunde hat sie jemand genannt - jene Hunde, die es nur einmal geben wird im Leben, die man begleiten durfte und die einen geführt haben auf andere Wege. Die wie ein Schatten waren und wie die Luft zum Atmen.“ Antoine de Saint-Exupéry: Der kleine Prinz

Bobby begab sich am 28.02.2018 nach 16 Jahren auf seine letzte Reise.

Herzlichen Dank an Pawprint Photographics by Tiziana Spezzano für diese großartigen, letzten Bilder!

Tiziana Spezzano schreibt dazu:

"Zu so später Stunde noch ein Beitrag von mir, den ich mir jetzt unbedingt von der Seele schreiben musste. Ich hoffe es liest jemand, denn die Geschichte ist wirklich lesenswert und lehrreich Ganz oft denke ich, dass es Schicksal ist, dass ich genau diesen und jenen Hund vor der Kamera hatte. Der Fall von Bobby hat es wieder mal bewiesen. Vor einiger Zeit habe ich in einer lokalen Hundegruppe einen Suchaufruf für ein weiteres Senioren-Kalendermodel gemacht. Eigentlich hatte ich erst ein anderes Model ausgewählt, aber es meldete sich dann niemand mehr und so war Bobby eigentlich die Option Nummer 2. Wir trafen uns Sonntag Mittag an einem schönen Waldstück, die Sonne schien und es lag vereinzelt noch Schnee. Bobbys Besitzer erzählten mir viel, wir verstanden und lachten gemeinsam. Bobby war ruhig, schlenderte hinter und her und genoss die Natur. Er war in die Jahre gekommen. 16...ein stolzes alter für einen russischen Terrier. Ich hatte einfach den Eindruck der Kerl war mit sich selbst im Reinen. Er war so cool und gelassen und versuchte immer schön mit zu halten und uns glücklich und zufrieden zu machen, wenn er für die Kamera posierte. Wir machten hier und da ein paar Fotos und lachten über Bobbys Altersstarrsinn. Nach einem Stück drehten wir um, da ich Bobbys alte Knochen nicht zu sehr belasten wollte bei der eisigen Kälte. Gemütlich liefen wir also zurück zum Auto. Ich verabschiedete mich, bedankte mich für das tolle Model und wünschte noch eine schöne Zeit mit Bobby. Auf dem Heimweg dachte ich darüber nach wie viel Charakter ein jeder Hund im Laufe seines Lebens entwickelt. Wie einzigartig sie doch sind und, dass jeder Hund eine ganz eigene Persönlichkeit ist. Immer wieder lerne ich neue Hunde kennen und jeder ist auf seine Art und Weise besonders. Aber bei Bobby wusste ich, das ist einer, den wirst du nie vergessen, der war wirklich außergewöhnlich toll.

Am Mittwoch erreichte mich dann die Nachricht, dass Bobby seine letzte Reise angetreten hatte. Am dritten Tag nach unserem Shooting. Gänsehaut! Das musste Schicksal sein. Was wenn wir das Shooting hätten verschieben müssen? Was wäre, wenn das Model, welches ich zuerst ausgewählt hatte, sich gemeldet hätte? Wirklich Leute, da wurde es mir erst mal anders, weil mir bewusst wurde, dass wir unbedingt im hier und jetzt leben müssen, sonst verpassen wir vielleicht unheimlich tolle Momente und Erfahrungen. Ich werde in Zukunft darauf achten, dass ich Dinge seltener aufschiebe! Danke Bobby, dass du mich das gelehrt hast!

Ich hoffe dir geht es gut da wo du nun bist. Ich bin sehr dankbar, dass ich dich noch habe kennen lernen dürfen  Flieg kleiner Engel 

Wir danken dir für deine Worte, dem ist nichts hinzuzufügen.

Zur Internetseite von Pawprint Photographics gelangt ihr hier.