Wir denken nicht daran, aufzuhören!

Vor Kurzem haben wir erfahren, dass das Gelände, das uns derzeit zur Nutzung zur Verfügung gestellt wurde, einem voraussichtlichen Verkauf entgegensteuert – ohne uns zu übernehmen. Zwischen Rückschlägen und gleichzeitigen Freudensprüngen, Toms Bandscheiben-OPs und Komplikationen gepaart mit unserer zur gleichen Zeit in Erfahrung gebrachten Schwangerschaft, belastet dies erneut die Situation.

Die Hundebetreuung ist das, was uns ausmacht – nicht nur unsere Existenzgrundlage (die nun wichtiger den je ist), sondern auch das, was uns am meisten bewegt, unserem Tun eine Sinnhaftigkeit gibt. Immer wieder habe ich mich in meinem Leben gefragt: „Stehe ich mit dem, was ich da tue, eigentlich am richtigen Platz, auf der richtigen Position?“ und niemals zuvor war meine Antwort so klar wie heute. Ja, das ist genau das was wir gut können, wo wir unsere Kernkompetenzen haben, wir beide gemeinschaftlich. Wo wir uns ergänzen und gemeinschaftlich ein großes Ganzes ergeben, das funktioniert. 

Tom ist in der Hundebetreuung und insbesondere im Bereich Resozialisierung und soziale Aspekte hervorragend aufgestellt. Dort ist sein Platz – und niemals möchte ich mir vorstellen müssen, dass wir ihm das wieder nehmen. Die Arbeit mit den Hunden wird immer das sein, was ihn erfüllt. Dort steht er richtig – dort ist er für uns, eure Hunde und euch als Kunden am richtigen Platz.

Wir haben uns oft hinterfragt, tun das immer noch! Und trotzdem: Jetzt blicken wir auf 70 regelmäßige Kunden, volle Auslastung und in glückliche Hundegesichter. Und obgleich wir uns und unsere Arbeit immer wieder überprüfen möchten wir mit Stolz sagen: Irgendwie ist es genau richtig so wie es ist!

Wir haben unsere Kunden für einen Fototermin recht spontan eingeladen und voller Freude festgestellt: Rund die Hälfte der regelmäßigen Besucher haben diesen spontanen Termin wahrgenommen, an ihrem freien Samstag. Wir sind hierfür unendlich dankbar und freuen uns, euch an unserer Seite zu wissen. 

Unser Gruppenbild vom 10. Februar 2018

 

Aufhören ist deshalb keine Option! Wir glauben an unser Konzept und daran, dass sich ein Fenster öffnen wird, weil eine Tür zugeht. Wer weiß, wofür es gut ist.

Derzeit sprechen wir mit unterschiedlichen Gemeinden, schauen uns alles an, was uns in die Hände fällt. Noch war das Passende nicht dabei – wir bleiben aber optimistisch! Wir suchen ein Grundstück ab 3.000 Quadratmeter mit Strom/Wasseranschluss und der Möglichkeit, einen Wetterschutz (beheizt) für die Hunde zur Verfügung zu stellen. Ein Kauf kommt für uns mit unseren finanziellen Mitteln nicht in Frage, eine Pacht und ein langfristiger Pachtvertrag wäre daher grandios!

Tom hat irgendwann mobil mit einem einzigen Kundenhund angefangen – ich habe vom ersten Augenblick und dem ersten Zusammentreffen an an das geglaubt, was wir jetzt gemeinsam betreiben. Ich weiß, dass Tom auch vorher schon Rückschläge einstecken musste und trotzdem weitergemacht hat – und genauso werden wir es zu zweit nun auch handhaben. Ich bin mir sicher: In einigen Punkten mögen wir sicherlich unterschiedlicher Meinung sein aber bei einem sind wir uns immer einig und waren es immer: Bei dem Konzept, der Betreuung und der Handhabung unseres kleinen Unternehmens. Für mich sind wir in der Zusammensetzung der Gegensätze und Gemeinsamkeiten genau richtig aufgestellt und ich bin unendlich froh, dass wir uns in unserem Tun zusammengefunden haben.

Das ist und war schon damals unbezahlbar. Dafür habe ich gerne auf meinen „sicheren Job“ verzichtet, bin gerne das gemeinsame Wagnis eingegangen. Ich habe es nie bereut. Und auch heute, wo alles zu zerbrechen droht, stehe ich immer noch so hinter uns wie am ersten Tag.

Alles Liebe,

Iris vom TomDog-Team mit Bobby, Angus, Dina und Leah

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