Wo Hund HUND sein darf?

Wir klären auf: Was bedeutet „Wo Hund HUND sein darf“?

Das Zusammenleben zwischen Hund und Mensch ist ein anderes wie zwischen Hund und Hund. Den Hund „Hund“ sein lassen bedeutet schlichtweg nur, ihn mit anderen Hunden zusammenzubringen und ihm die Freiheit zu ermöglichen, die er auch in der Natur hätte. Hunde untereinander kommunizieren, tauschen sich aus. Sie erkunden gemeinschaftlich, sie verhalten sich wie ein Rudel. Jeden Tag aufs Neue. Wir als Menschen können einiges mit unserem Hund machen um ihn auszulasten, mit ihm Freude zu haben, ihm Regeln und Grenzen beizubringen. Aber nichts ist so wirkungsvoll wie die Erfahrungen in der Gruppe.

Der Hund, die Gruppe – und Regeln?

Natürlich hat auch die Hundegruppe regeln. Sie dürfen sich schon sagen, wenn sie etwas nicht möchten. Sie dürfen auch mal brummeln – und im Idealfall dann einfach einen Schritt zur Seite gehen. Sie dürfen nur niemals und zu keiner Zeit nach Vorne gehen. Das ist die oberste Regel – und diese wird konsequent umgesetzt. Nicht zuletzt deshalb wachen Bobby, Angus und Dina immer mit etwas Abstand über das Geschehen. Ihnen sind die Regeln klar – und sie setzen diese rigoros um. Die Hundegruppe bietet auch unsicheren Hunden nach einer Zeit der Eingewöhnung Stabilität. Sie lernen, dass andere Hunde ihnen nichts tun möchten und wer mit ihnen spielen und toben möchte – aber auch wer lieber seine Ruhe braucht. Sie erkennen, dass andere Hunde Freude bereiten können und eigentlich lernen sie wieder das, was sie von Geburt an sind: Hunde, die sich auch so verhalten möchten. 

Neustart – was die Gruppe für den „Neuen“ tun kann

Kein Hund wird geboren und meidet den Kontakt zu anderen Hunden. Sie erlernen aber eventuell im Verlauf ihres Lebens, dass es „einfacher“ ist, andere Hunde anzugehen um sie fernzuhalten. In der Hundegruppe ist das keine Option. Insbesondere ohne Herrchen sind sie gezwungen, sich mit der Gruppe zu arrangieren. Und immer, wirklich immer, war das zu ihrem Besten. Tom bezeichnet das liebevoll als „Löschen der Erfahrungswerte“. Sie sollen neue Erfahrungswerte sammeln, positive. Wir möchten ihnen ermöglichen, andere Hunde positiv wahrzunehmen und auch weiterhin mit positiven Erfahrungen zu assoziieren. Dabei achten wir besonders darauf, dass sie keine negativen Erfahrungen machen müssen.

Natürlich gibt es Hunde, auch in einem gewissen Alter, die dies nicht mehr möchten. Und das ist zu respektieren. Es gibt tatsächlich Hunde, die auf die Anwesenheit von Artgenossen keinen Wert (mehr) legen. Und das ist vollkommen in Ordnung.

Ein junger Hund, der spielen, flitzen und toben möchte – der sich vielleicht selbst im Weg steht –  dem tut es aber sicherlich gut (wieder) zu wissen, dass er das auch mit Artgenossen kann. Für uns ist es die größte Freude zu sehen, wie die Hunde aufblühen – insbesondere die, die andere Hunde „draußen“ gerne meiden. 

Für uns ist es das Natürlichste für den Hund. Toms größte Freude ist das Zusammenführen von Hunden in der Gruppe, die eigentlich zunächst lieber gerne fliehen möchten. Und nach einer gewissen Zeit morgens freudig hereingelaufen kommen. Diesen Wandel zu beobachten, ich glaube, das treibt ihn morgens an. Die, die besonders viel Zeit, Liebe und Aufmerksamkeit brauchen und (wieder) lernen, dass wir ihnen nur Gutes wollen. Die, die dann nach einem Spielevormittag mittags mit zwei, drei andere Hunden gemütlich auf der Couch ein Nickerchen machen – ohne von der Anwesenheit der Anderen gestresst zu sein.

DAS sind die Hunde, die Tom erfreuen. Die, die andere aufgeben. Von denen man sagt, sie können nicht mit anderen Hunden. Und werden es auch nie mehr.

Alles Liebe,
euer TomDog-Team

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